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2200km quer durch 15 Bundesländer?

War das ein Trip! Zurück in Baden-Württemberg. Aber die Vorgeschichte ist ziemlich cool 😛

Gestartet bin ich in München. Dann ging es erst mal für ein paar Stunden lediglich heim. Packen. 😀 In Reutlingen um 3Uhr ca. ging es dann bei +5,5 °C los. Unser Ziel war für WetterOnline die Luftmassengrenze zu dokumentieren. Und so war unser erster Haltepunkt die ständig verregnete Stadt Münster 🙂

Dort gab es dann ein paar Regen Szenen zu filmen. Denn wir befanden uns noch auf der warmen Seite der Luftmassengrenze. Dann ging es weiter Richtung Bremen! Bei Osnabrück gab es dann die ersten Anzeichen für die russische Kaltluft: Eisregen. Und das nicht ungefährlich. Ein paar Minuten durchfahren zeigten schon ziemliche Vereisungen an den Autos. Leider gibt´s immer noch genug „Idioten“ die bei solchen Wetterlagen aufs Gas treten. So gab es viele Autos im Straßengraben oder auch schlimmeres. Nach dem wir auch diesen Eisregen incl. vereisten Pflanzen eingefangen haben, kam der letzte Schritt durch die Wettergrenze: Schnee!

In Bremen dann erreichten wir auch diesen und es war irgendwie doch wunderschön die schneeweise Landschaft zu sehen. Doch ich mag Schnee eigentlich gar nicht 🙂 Aber was soll man machen, er gehört zu unserem Leben dazu! Nach dem wir auch hier unsere Arbeit erledigt hatten, ging es zur letzten Etappe unserer Tour. Das Ziel war Greifswald an der Ostsee, in mitten der Kaltluftzone. Hier herrschten bereits tagsüber um die -7 °C.

Nach einem Abendessen ging es auch direkt ins Bett, damit wir wenigstens ein wenig Schlaf ab bekamen. Schließlich war es eine lange Reise.

Am Morgen machten wir uns dann noch vor dem Frühstück, ganz tief eingepackt, auf den Weg an die Ostseeküste um die Eislandschaft, die sich hier bot zu erkunden. Es war wirklich surreal diesen Strand oder kleinen Hafen zu sehen und die eingefrorene Gischt. Normal hört man hier das rauschende Wasser, die brechenden Wellen… doch morgens an der eingefrorenen See war es einfach still. Und kalt.

Mit tollen Bildern bei aufgehender Sonne, ging es zurück ins Hotel. Hier erwartete uns ein wunderbares Frühstück mit heißem Getränk! Das war so eine Wohltat 😀

Dann ging es auch schon auf den Rückweg, welcher uns durch die wunderbare Hauptstadt Berlin schickte. Natürlich musste ein kleiner Zwischenstopp am Reichstag her. Und spontan wie wir sind, sprang dann auch noch ein kurzer Beitrag über die Kälte raus 😉

Nach über 2200km, 15 Bundesländern, einem Temperaturunterschied von bis zu 20 Grad (zwischen Plus und Minus) und vielen tollen Bildern kamen wir dann in weniger als 48h wieder zu Hause an. Da sag noch mal einer Deutschland sei groß 😀

So in der Art sah unsere Tour aus:

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T-LOG: Die letzten Tage & Abschied nehmen

Die letzten Tage gab´s kein Update… Ich wollte meine letzten Tage in Thailand nicht mit Schreiben oder Video-Log drehen vertuen, sondern mal für mich sein, genießen. Es wird zwar noch ein Videolog über die letzten 2 Tage geben, aber das entscheidet sich wenn ich zu Hause alle Videoschnippsel ausgewertet habe 😀

Was habe ich die letzten Tage getan? Ich bin aus Pattaya über die ziemlich ramponierte Autobahn zurück nach Bangkok gefahren. Auf der ganzen Strecke konnte man immer wieder Bereiche sehen, wo der Tropensturm Schäden hinterlassen hat. Was für eine Wassermasse… Auch ich habe schon viel erlebt, aber das so aus nächster Nähe und mit der enormen Wasserkraft die dahinter steckte, ich hatte mal kurz echt bedenken ob das Hotel am Morgen noch steht. Aber hey, spätestens beim Zusammenstürzen wäre ich aufgewacht 😀

Angekommen in Bangkok machte ich mich erst mal direkt wieder ins Hotel. Diesmal – in die Mitte der Khaosan Road. Diese kleine Straße war früher der Treffpunkt der Backpackerszene. Heutzutage findet man hier alles und jeden… vom einheimischen Thailänder, über Flashpacker, Pauschaltouristen aber noch vereinzelte Backpacker 😀 Auf jeden Fall kann man hier an einem Abend die ganzen Nationen der Welt auf einmal kennenlernen. Und das schöne: Es gibt keine Hindernisse wegen Nationalität oder so, einfach zusammen feiern. Ok, letztes Jahr wurde ich ziemlich böse angeschaut wenn ich gesagt habe das ich aus Deutschland komme, war wohl wegen der gewonnenen WM 😀

Nach dem Einchecken traf ich mich mit meiner guten Freundin Lynn, die da Samstag war, auch Zeit hatte. Und wir liefen erst mal durch die Straßen, die ich seit letztem Jahr ja relativ gut kannte. Um ein wenig Wind abzubekommen liefen wir dann auch zum Pier und fuhren mit der Fähre einmal alle Haltestellen ab. Unter anderem ging dann auch langsam die Sonne unter und ich konnte eine richtig schöne Stimmung einfangen. Dann schnell Abendessen und ab ins Bett, wollte ich doch am nächsten Morgen auf den größten Markt in Bangkok.

Am Morgen wars dann so weit, ohne Frühstück direkt mit einem Wassertaxi zu einer der Skytrain Haltestellen und von dort aus zum Chatuchak Weekendmarket… Der größte Wochenendmarkt in BKK. Was gibt´s hier denn so tolles? Eigentlich ist die Frage ganz einfach zu erklären: ALLES! 😀 Von Textilien, Haushaltsgegenstände, Möbel, Bilder, Dekosachen, Tiere, Essen über Pflanzen, Technik und Gadgets. Natürlich alles immer streng originale Ware (Achtung Sarkasmus!). Hier gab´s dann auch eine kleine Suppe und als Nachtisch ein Kokoseis, direkt aus der Kokusnusshülle :). Da diese Kilometer über Kilometer laufen zwischen tausenden von wuselnden Menschen anstrengend ist, setzte ich mich danach kurz in den angrenzenden Park. Übrigens eine richtig gute Idee, die ich seit diesem Jahr auf dem Markt entdeckt habe: Ein DHL Stand. Man kann also ohne Gewissensbisse oder mit dem Gedanken auf das Gepäck einkaufen, und sich dann alles via Paket nach Hause schicken lassen :D!!!

Dann kam der spannende Teil des Tages. Ich fuhr mit der Fähre den Chao Phraya entlang bis zu einer ganz bestimmten Haltestelle. Denn unweit von dieser befand sich der Sathorn Unique Tower… Einer der höchsten Lost Places den ich kenne. Also klar das ich mir den anschauen und erklimmen wollte. Da 47 Stockwerke nicht ohne sind, besorgte ich mir noch direkt Wasser. Im Internet hatte ich bereits mehrere Wege hinein recherchiert. Doch vor Ort kam die große Enttäuschung. Alles verschlossen, bestehende „Wege“ verschlossen oder sogar komplett zugebaut. Also anfangen die Menschen zu befragen oder gegebenfalls zu bestechen… Doch auch ohne Erfolg. Ich erfuhr das vor ein paar Wochen erst das Gebäude aufgrund eines ziemlich respektlosen Filmteams komplett abgeriegelt und unter größerer Bewachung gestellt wurde. Wie oft, wenn so ein Ort in die Medien kommt, wollen viele hin… Leider sind solche Lost Places immer gefährlich und die meisten, tut mir leid, DUMMEN Menschen haben keine Ahnung wie man mit solchen Orten umgeht. Auch unheimliche Geschichten ranken sich um diesen Ort, wie zum Beispiel das vor einiger Zeit eine Leiche gefunden worden ist. Es war die eines jüngeren Ausländers, der sich scheinbar erhängt hatte. Bei Interesse schreib ich gern mal einen kompletten eigenen Beitrag über den Tower 🙂

Ziemlich enttäuscht machte ich mich dann erst mal wieder auf den Weg Richtung Hotel. Ich weis das ich immer irgendwo reinkomme, wenn ich es wollen würde… Aber in einem fremden Land sollte man auf jeden Fall noch mehr aufpassen. Schließlich ist das besuchen eines solchen Ortes sehr oft ein Hausfriedensbruch, und Thailändische Gefängnisse sind nicht unbedingt für den tollen Service bekannt 😉 Also hatte ich während der Fähren- und Busfahrt viel Zeit zum googlen. Und ich wurde fündig. Nur ein paar 100m unweit von der Khaosan Road entfernt, gab es ein altes Einkaufscenter. Dieses wurde aufgrund eines Baumangels aber vor ein paar Jahren geschlossen und geräumt. Aufgrund der Regenzeit dann ist Wasser ins Gebäude gelaufen und hat das Erdgeschoss unter Wasser gesetzt. Warmes Wetter und stilles Gewässer? Was fühlt sich da am wohlsten? Genau, Moskitos! Genau das mussten dann auch die ansässigen Standbesitzer am eigenen Leibe erfahren… Bis dann ein intelligenter Mensch auf die Idee kam, in dem „Teich“ ein paar Fische anzusiedeln. Natürliche Fressfeinde quasi. Und so schoss dort eine riesige Fischpopulation aus dem Boden… mitten in einem Einkaufszentrum.

Leider wurde ich auch hier erst mal enttäuscht. Nach Angaben der Verkäufer drum herum wurden die Fische von der Stadtverwaltung umgesiedelt. Da das Gebäude demnächst getrocknet und dann abgerissen werden soll. Leider konnte ich auf Anhieb auch keinen wirklichen Zugang erkennen, also beließ ich es dabei. Noch sehr gefrustet wollte ich mir dann einen Iced Coffee Latte gönnen…

Das war wohl ein Fehler, nachdem ich den ganzen Tag wieder viel gelaufen und wenig gegessen hatte, vertrug mein Magen diesen irgendwie nicht. Die Folge davon: Den Rest des Abends üble Bauchkrämpfe und nichts blieb im Körper, egal ob oben oder unten. Also entschloss ich mich auch schnell für das Bett und blieb da dann auch bis zum nächsten Morgen.

Am nächsten Morgen dann gewöhnte ich meinen Körper dann langsam wieder an Essen und Trinken, und alles bliebt auch drinnen. Um aber eine weitere Eskalation zu vermeiden, verzichtete ich dann die letzten beiden Tage auf zu würzige Speisen… so sehr es auch wehtat. Aber ich wollte nicht, dass ich dann während dem Flug Bauchkrämpfe habe!

Der nächste, und letzte komplette Tag lief dann sehr ruhig ab. Nicht extrem viel gemacht. Ich wollte einfach nochmal versuchen richtig in mich zu gehen, Ruhe zu finden, Gedanken zu ordnen. So verbrachte ich den Tag mit etwas umherlaufen, um gegen später dann den Sonnenuntergang am Chao Phraya zu genießen. Kurze Zeit lang schaute ich auch bei der täglichen Aerobic im Park zu. Die gibt’s überall hier in Thailand. Immer wieder in manchen Parks treffen sich jung und alt mit einem Trainer zusammen und es wird Sport gemacht. Richtig cool! 🙂

Nach dem Sonnenuntergang dann gings ein paar Stunden über die Khaosan Road. Menschen beobachten. Auf Unterhaltungen hatte ich heute keine Lust mehr, war es noch relativ schwer meinen unruhigen Magen zu füllen. Aber letztendlich fand ich noch etwas zu essen 🙂 Dann gegen später ging es auch schon ins Bett. Die letzte Nacht schlafen in Thailand. Dementsprechend unruhig war die Nacht dann auch…

Am nächsten Morgen schnell nochmal durch die Straßen „wandern“ um noch den einen oder anderen Snack für die Reise zu besorgen. Dann zurück ins Hotel, packen, duschen und auschecken. Um noch ein wenig Zeit hier zu verbringen lief ich mein Gepäck einschließen und ging dann auch zum Mittagessen 🙂

Dann hieß es Abschied nehmen… Gepäck holen, ab ins Taxi. Ich lies mich zum Airport Link fahren (billiger als mit dem Taxi direkt zum Flughafen) und kam dann auch sehr frühzeitig an. Am Flughafen hieß es dann noch eine Zeit lang warten, bis ich mein Gepäck eincheckte und dann auch durch die Sicherheitschecks konnte. Dort dann genoss ich in einer kleinen Lounge noch die Ruhe vor dem Reisestress. Essen konnte ich leider nicht mehr, Abschied nehmen geht mir immer sehr auf den Magen.

Dann war es relativ unspektakulär 😀 Abflug 20:35Uhr aus Bangkok, 6h Flug nach Abu Dhabi. Ankunft dort war +/- 0Uhr. Dann 7h Wartezeit, einchecken und Abflug nach Belgrad. Dort angekommen hieß es dann „nur“ 5h Warten bis es dann final und endlich nach Stuttgart ging. In allem waren es dann ca. 30h Reisezeit.

Ankunft Stuttgart, halb-tot von der Reise und nach kurzen Erzählungen in der Familie auch direkt ins Bett 😀

T-LOG: The Day after the flood

Avengers formiert euch! … Zu aller Erst! Ich habe heute eine Mege „Helden“ gefunden 😀

Heute morgen gab es natürlich erst ein mal ein Frühstück… Wie auch letztes Jahr hier, frühstücke ich in Thailand irgendwie automatisch… Vielleicht liegt es an der Anstrengung das der Körper das noch mehr braucht? Egal, es ist gut so 🙂 Zu Essen gab es etwas deftiges. Chili-Chicken, Reis und dazu Kartoffeln und Ei. Ach wie ich es liebe wenn es morgens (wenn ich überhaupt frühstücke) deftig ist… Mit süßem Frühstück kann ich noch weniger anfangen…

Da es weiterhin zu regnen schien verzog ich mich erst mal wieder aufs Zimmer und recherchierte via GoogleMaps, was so in der Nähe war und rechnete die Distanzen aus. Für richtiges Sightseeing reichte die Zeit zwischen den „weniger Regen“ Phasen nicht aus. Aber egal, ich bin nicht aus touristischen Gründen hier 🙂 Gegen 11Uhr gab es dann mal etwas weniger Regen und ich ging sofort mit Rucksack und Schirm bewaffnet aus dem Hotel. Dann hieß es erst mal die Gegend erkunden um die Schäden festzuhalten, die der gestrige Gewitterregen hinterlassen hat. Gerade die Beachroad war ziemlich zerstört … Gehwege waren unterspült und auseinander gerissen, Palmen durch den Druck des Wasser umgefallen und der Sand zog tiefe Furchen. Natürlich lag auch überall Müll und Dreck herum, den die Fluten gestern Abend überall mitgerissen hatten. An Baden im Meer war gerade nicht zu denken. Ich unterhielt mich auch mit ein paar Einheimischen am Strand und den Restaurants, derzeit gab es noch keine Meldungen, das jemandem etwas passiert sei. Also keine stark Verletzten Personen. Im Gegenteil, es kursieren immer mehr Bilder von – auf Schwimmreifen schwimmenden – Thais in der Flut 😀 Trotzdem war es seit 5-10 Jahren die schlimmste Flut.

Richtig cool findet ich diese „es geht einfach weiter“ Mentalität, die ich auch in Deutschland nach Unwettern immer wieder finde. Die Menschen jammern ihr Leben lang und gönnen dem anderen kein bisschen, aber wenn dann die Natur kommt und ihnen etwas wegnimmt, halten sie alle zusammen und denken optimistisch. Warum nicht immer so?

Dann kam wieder eine neue Welle von heftigem Regen und ich „rettete“ mich gerade noch so – vor dem kompletten Durchnässen – in einem Einkaufscenter. Hier traf ich, natürlich Captain America, auf Hulk… meinen Verbündeten… Zusammen beschlossen wir die Avengers wieder aufzubauen (siehe Facebook-Bild). Da ich ziemlich nass war, beschloss ich mir ein paar Flaschen Wasser zu holen und rannte zurück ins Hotelzimmer. Dort erst mal abtrocknen und Wasserhaushalt ausgleichen! Bei dieser extremen Feuchte schwitzt man nämlich schon bei normalen Aktivitäten…

Gegen später kam die nächste kurze Regenpause (ich spreche immer von Regenpause, es war einfach weniger Regen, komplett aufgehört hat es bis früh morgens nie!) und ich wollte das nächste Einkaufscenter erreichen bevor es weiterging. Diesmal wusste ich aber das ich jemanden ganz besonderen suchte. Ich wusste es noch vom letzten Jahr, das sich in dieser Mall nämlich ein Wachsfigurenkabinett und ein „Ripley´s Believe it or not Museum“ befand. Und im Eingangsbereich fand ich sie dann auch. Bumblebee und Optimus Prime <3 Hach wie gern würde ich diese beiden Figuren mit nach Hause nehmen… aber ich glaube nicht das sie auf unter 30kg kommen 😀

Auf dem Weg zu einem Supermarkt, um für die mögliche nächste Flut etwas zu essen zu besorgen, hatte ich dann ein sehr interessantes Erlebnis. Ich lief gerade auf den Eingang zu, als mir ein Inder entgegen kam und mich urplötzlich ansprach. Er meinte, das ich ein sehr glücklicher Mann werde, er spüre das sehr bald meine Zeit kommt. Interessiert hielt ich erst mal an, ich konnte mir schon denken was kommen wird. Er zog einen Zettel aus seiner Tasche und schrieb etwas darauf, riss es ab und stecke es mir in die Hand. Ich solle sie schließen. Dann kamen gefühlt hunderte von Fragen und er meinte das mir eine Lady mein Herz gebrochen hätte, ich sehr darunter gelitten hätte, usw. usw. Dann kamen immer wieder weitere Zahlen auf sein Papier. Irgendwann dann meinte er, das ich in den nächsten 2 Monaten das absolute Glück erleben würde. Ich müsste nur etwas Geld – natürlich soviel ich für richtig halte, aber bitte mindestens 300 Baht in seine Hand auf diesen Zettel legen. AHA! 😀

Übrigens, die Technik die der Herr angewendet hat nennt sich auch Cold Reading. Es ist eine Technik, bei der sich anhand geschickter Fragen und die Beobachtung der Reaktionen darauf bestimmte Schlüsse auf Informationen ergeben. Außerdem muss man rhetorisch sehr begabt sein, um auf „falsche“ Informationen schnell Richtige zu machen. Beispiel: Er hatte auf dem Zettel in meiner Hand eine 7 geschrieben. Nach tausenden von Worten und Zahlen auf seinem Papier bat er mich 1 von 3 Zahlen zu wählen. 6-7-8. Ich wählte die 6. Daraufhin öffnete ich meine Hand, aber es war eine 7 darauf. Als Antwort kam, in 7 Tagen soll das Glück beginnen. Hätte er die 6 richtig „vorhergesagt“ hätte er antworten können „siehst Du, es stimmt alles“. So arbeiten auch viele Mentalisten 😉

Danach wurde der Tag nicht mehr so spannend. Ich holte mir am Früchtestand noch eine meiner absoluten Lieblingsfrüchte: Guaven und machte mich mach einem Abendessen auch zurück ins Hotel. Dort hieß es dann Hörbücher hören und währenddessen schreiben 🙂 Und natürlich noch VLOG schneiden 😉

Irgendwann hat mich dann das andauernde Prasseln des Regens in den Schlaf geschickt 😀

Übrigens den Videolog, von gestern findet ihr hier: https://youtu.be/G6iniDihQP8

T-LOG: Tropensturm Vamco kommt!

Willkommen zurück 😉 Gestern gab es keinen Blogeintrag, da ich nicht soviel spektakuläres gemacht habe. Ein wenig gelaufen, bisschen BTS gefahren, ein wenig den Verkehr genossen… Letzteres stimmt übrigens wirklich! Es mag mir nur so vorkommen, aber der Verkehr ist manchmal geordneter als in Deutschland… Klar gibt es hier mehr Unfälle als bei uns, das liegt aber auch daran das mehr Roller, Motorrad usw. Fahrer unterwegs und diese ungeschützt sind. Ein normaler Auffahrunfall interessiert hier niemanden. In Deutschland ist es so, jeder denkt „der andere muss sich an die Regeln halten, also kann ich sie übertreten“. In Thailand gibt es einfach niemanden der sich dran hält…. oder doch? Zum Beispiel, wenn sie in einer Straße an eine Kreuzung fahren, die komplett uneinsichtig ist, wird gehupt. Um andere zu warnen. Wenn auf einer Seite der Verkehr stark ist, auf der anderen nicht so, wird einfach der Seite mit weniger Verkehr eine Fahrspur weg genommen und der anderen hinzugefügt. Und es funktioniert! Klar hat Bangkok dennoch ein Verkehrsproblem, aber ich finde diese Ideen richtig gut…

Ähm zurück zum heutigen Tag 😀 Heute morgen bin ich erst mal aufgestanden, habe im Supermarkt unten etwas kleines zum Frühstück geholt und habe dann wieder gepackt. Wie auch letztes Mal ist es immer wieder interessant mehrmals zu packen im „Urlaub“. Denn irgendwie hat es vor dem Urlaub nie richtig gepasst. Aber auf einmal passt alles… Und dann merkt man, das man noch etwas draußen liegen gelassen hat 😀 Dann ging´s zum Auschecken. Als ich gerade los wollte fragte mich der Sicherheitsbeamter des Hotels wo ich denn hinmüsste. Ich meinte das ich jetzt zu Ekkamai (Eastern Bus Terminal) gehe. Und er erkundigte sich direkt ob ich denn weiß wie ich hinkomme. Da ich nicht das erste Mal hier bin, erklärte ich ihm wie schnell ich dort sein kann, ohne Taxi. Und er schluckte, lächelte und meinte nur, ok dann lässt er mich natürlich ziehen 😀

An den Eisenbahnschienen entlang lief ich dann eine Abkürzung zur Skytrainhaltestelle Phaya Thai und stieg dann auch recht schnell in den Zug. Dieser fuhr mich dann direkt zur Haltestelle Ekkamai 😉 Schnell Ticket gekauft und 5 Minuten später saß ich auch schon im richtigen Bus Richtung Pattaya. Über Pattaya scheiden sich die Geister, auf der einen Seite ist es DAS Sextouristenparadies, auf der anderen Seite der Strand mit Wassersportangebot, Touristischen Attraktionen und Einkaufswelten am Meer. Ich bevorzuge letzteres, das Meer. Da ich in meinen 10 Tagen hier nicht lange Busfahren auf mich nehmen möchte, wegen ein bisschen Meer, habe ich mich für 2h nach Pattaya entschieden. Wenigstens ein wenig Meeresluft 🙂

Schon während der Fahrt wurde das Wetter immer schlechter. Angekommen in Pattaya wählte ich daher auch direkt einen der Songtheaw Fahrer (Pick-Ups die als Busse fungieren) der mich dann schnell zum Hotel fuhr. Da wir direkt mehrere waren, die in die Richtung mussten, war die Fahrt auch relativ günstig. Bei dem strömenden Regen wollte ich nicht ewig laufen. Dann habe ich natürlich schnell im Hotel eingecheckt und ging kurz in einen Supermarkt. Dort kaufte ich natürlich Wasser, was zum Knabbern und ENDLICH einen Regenschirm! Dann schnell wieder zurück ins Hotel.

Irgendwann wurde der Regen deutlich stärker. Also schnappte ich mir meine Kamera und meinen Regenschirm und machte mich auf. Schon im Gang des Hotels, merkte ich das etwas anders war. Es lagen überall Handtücher herum. Unten in der Lobby dann sah ich auf die Straße raus und traute meinen Augen nicht, … die Straße war weg! Stattdessen war nur noch ein reißender Bach zu sehen, der alles Mögliche mitriss. Ob Mülleimer, Schilder, Sraßenabsperrungen usw. alles schien im Wasser mitgezogen zu werden. Ich lies es mir natürlich nicht nehmen direkt alles zu filmen. Auch wenn ich im Urlaub war ^^

Nach ein paar Bildern aber hörte ich immer mehr Blitzeinschläge, das Gewitter kam immer Näher. Also entfernte ich mich lieber vom Wasser auf den Straßen, denn wir wissen ja, Wasser leitet Strom! Also schnell zurück ins Hotel und schneiden. Dank meiner Thai-Sim-Karte konnte ich das Video dann auch schnell hochladen und an ein paar Thailändische Medien verschicken. Mal schauen ob es jemand von denen geteilt/genutzt hat 😀

Nach dem die Blitze wieder weiter weg waren, machte ich mich wieder durch die reißenden Flüsse (ehemals Straßen) zur nächsten Straßenseite um noch schnell Abend zu essen. Das sollte meine erste richtige Mahlzeit heute sein. Es gab übrigens Stir-fried Chicken with vegetables und cashews <3 Natürlich mit Reis. Etwas was man hier überall findet und extrem billig ist. Das ganze Essen mit 2 alkoholischen Getränken hat gerade mal 5€ gekostet. Mega! Also genoss ich das Essen dann mit Sicht auf die überfluteten Straßen…

Jetzt bin ich erst mal wieder im Hotel angekommen und schneide gerade mein Videolog für heute fertig. Ich hab´s ja Marco versprochen, so oft es geht 😀

Ein Video mit den heftigen Szenen von vorhin findet ihr übrigens auf meinem Youtubechannel: https://www.youtube.com/watch?v=am9k6gXOa8k

T-LOG: Der erste Tag zurück 🙂

Juhuu, ich habe meinen ersten anstrengenden Tag Bangkok hinter mir 😀 Anstrengend natürlich im positiven Sinne. Gestern gab es nur ein kleines Frühstück, dann direkt ins Hotel, duschen und ab wieder raus. Mein Ziel war das Central World Center (eins von mehreren riesen Einkaufszentren) um dort etwas zum Mittagessen zu finden. Da ich aber wie mich die meisten ja kennen, kein Fan bin in so einer Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo hinfahren und nichts um mich herum mitbekommen bin, bin ich also losgelaufen 😀

Zuerst ging es raus aus dem Hotel und wahllos in eine Richtung „raus“ aus der Soi (Nebenstraße). Die Straße endete an Eisenbahnschienen. Direkt um die Schienen befanden sich kleine Hütten und viele Obdachlose. Also ging ich diesen Weg, an den Schienen entlang. Natürlich immer schön mit dem Blick nach vorne und hinten. Es war aber wirklich interessant und es gab viel zu sehen. Ein paar Szenen könnt ihr im Video sehen (Youtube/Facebook). Dann kam ich auch schon an die Hauptstraße. Nach ein paar Kilometern traf ich auf einen Tuk Tuk Fahrer der mich ansprach. Er fragte mich wo ich denn hin wollte. Ich sagte ihm das ich zur Central World laufe. Da schaute er ganz verwirrt und meinte, warum ich denn nicht mit der BTS (Skytrain) oder Taxi fahre, das ist doch weit. Ich sagte ihm dann, das ich gerne alles um mich herum sehe und erlebe beim Laufen. Ich finds nicht schön – wenn es sich vermeiden lässt – von einem Punkt zum anderen zu fahren und nicht das Leben mitzubekommen. Von dieser Antwort war er ganz angetan 😀 … Später wollte er mir natürlich noch eine Fahrt zu seinem Sponsor, einem Schneider andrehen, aber ich lehnte dankend ab. Ich meinte nur, das ich nicht genug Platz in meinem Gepäck dafür hätte.

Angekommen im Central World also erst mal Mittagessen suchen. Doch das ist gar nicht so einfach, bei soviel Auswahl. Letztendlich entschied ich mich aber dann für ein japanisches Restaurant. Es war nun auch schon fast 14Uhr… Das hat man davon wenn man zu viel Sachen mag 😀 Zu essen gab es Gyoza (eine Art Teigtasche) und Chicken Teriyaki Bibimba (Eingelegtes Hähnchenfleisch mit Gemüse und Reis, am Platz in einem Steintopf fertig gegart). Wirklich lecker!

Später dann kam ich am Benjasiri Park an und relaxte erst mal ein wenig. Auch ein paar Tierchen konnte ich entdecken. Vor allem ein weißes Eichhörnchen und ein paar Schildkröten. Leider auch Tauben, diese Drecksdinger findet man überall…

Dann dämmerte es auch schon … dank der fetten Gewitterwolken am Himmel, wurde es etwas früher dunkel als sonst. Aber das sollte mich nicht abhalten. Also ging es noch im wunderschönen Nachtlicht der Wolkenkratzer über den Chao Praya Fluss zu einem Pier mit dem Namen „The Asiatique“. Hier findet man einen Haufen kleiner Shops, Restaurants und ein großes Riesenrad. Da ich mich wieder nicht entscheiden konnte, wählte ich diesmal gleich 3 kleine Gerichte. Nach soviel Laufen, war das auch okay 😛

Ich weiß leider nicht mehr wie sie hießen, aber ich hab ein Foto davon gemacht 😀

Und schon war der Tag wieder rum 😉 Also ging es schnell zurück ins Hotel und ab ins Bett. Morgen bleibe ich glaube ich mal etwas länger im Bett… einfach weil ichs kann 😀 Achja und weil ich für Marco unbedingt noch ein Video schneiden muss! 😛

T-LOG: One Night in BKK is not enough!

Letztes Jahr im November und Dezember war ich in Thailand und vor allem Bangkok unterwegs. Diese Stadt hat mich auch so richtig gefesselt. Also war es klar das ich früher oder später wieder hier her kommen musste.

Und schon ist es passiert 😀 Aus einer Spontanhandlung heraus buchte ich also die Flüge und am 12. September ging es los… Mein einziger Nachteil: eine 13-stündige Wartezeit.

In der Nacht zum 12. dann habe ich meine Rucksäcke (1x 60L Rucksack, 1x Kamerarucksack) gepackt und konnte natürlich auch nicht mehr wirklich schlafen. Um 7Uhr ging es dann Richtung Flughafen Stuttgart. Nach ein wenig Verwirrung, warum ich trotz bereits eingecheckter Boardkarte noch zum „normalen“ Schalter musste und nicht nur zum „Drop-off“-Schalter, war das Gepäck dann schnell verstaut und ich musste durch die Sicherheitschecks. Natürlich ging es da immer ein wenig länger, insbesondere wenn man Kameraausrüstung dabei hat, wird diese gern nach Sprengstoffresten geprüft. Dann ab ans Gate und warten. Die Wartezeit ging aber schnell vorbei.

Nach einem ca. 6h Flug mit Air Berlin (die in Kooperation mit Ethiad Airways flogen) muss ich meine Meinung zu dieser Firma etwas anheben. Sie sind nicht gaaaanz so schlecht, aber auch nicht vergleichbar mit ausländischen Airlines. Jedenfalls gab es an keinem Sitz Bildschirme. So beschäftigte ich mich die meiste Zeit mit meinem Kindle und iPod. Dann landeten wir kurz nach Sonnenuntergang in der Wüste. Genauer gesagt in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate: Abu Dhabi. Das einzige was ich wirklich feststellen konnte bei der immer weiter fortschreitenden Dunkelheit: Der Flughafen war groß. Ich hatte echt das Gefühl, das sich der Pilot gleich verfährt, bis er zum Gate findet 😀

Angekommen ging es dann noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle und dann ab durch den Duty Free Bereich ins Terminal 3. Hier verbrachte ich dann die 13h unspektakulär mit laufen, warten, laufen, warten, sitzen, essen, sitzen, warten, laufen, versuchen auf einem Stuhl zu schlafen, warten, laufen, versuchen auf einem Boden zu schlafen, warten, laufen, essen, laufen, warten…. Irgendwann war dann auch das vorbei und das Boarding für den Flug nach Bangkok begann.

Der Flug nach Bangkok betrug auch ca. 6h und der Service von Ethiad war mega! So konnte ich endlich wieder ein Boardprogramm genießen und habe Mad Max und den neuen Terminator gesehen. Dazwischen gab es richtig leckere Nudeln mit Hühnchen und später noch ein Sandwich. Über Indien dann gerieten wir noch in ein paar leichte Turbulenzen. Aber es ist immer wieder lustig zu sehen, wie viele auf einmal aufs Klo müssen wenn die Anschnallzeichen anfangen zu leuchten. Gibt es da vielleicht einen Impuls? Eine bestimmte Lichtfarbe? Stecken die Illuminaten dahinter? Ich weis es nicht, noch nicht 😀

Im Landeanflug auf Bangkok, der dann schon wieder in der untergehenden Sonne passierte (6h Flug + 3h Zeitverschiebung), machte das Ganze zwar zu einem visuellen schönen Spektakel, jedoch war der Tag damit auch schon wieder rum. Richtig genial war aber, das man das Unwetter das in den nächsten Stunden Bangkok erreichen sollte gut sehen konnte. Also schnell durch die Immigration, Gepäck holen und mit dem Airport Link in die Stadt! So war es dann auch. An meiner Haltestelle raus und noch ein paar Straßen laufen und schon fand ich auch mein Hotel. Ich hatte mich ja vorbereitet 😉 Auf dem Flughafen gab es noch gratis eine SIM Karte die mit dann via GoogleMaps auch schnell weiterhalf.

Im Hotel angekommen gab es dann für mich nur noch duschen und hinlegen… HINLEGEN tut echt gut nach soviel stehen, laufen und versuchen auf Stühlen zu schlafen 😀 Nicht lange dann und ich schlief auch ein.

Heute morgen dann nochmal geduscht und kurz gefrühstückt. Und jetzt grad kurz den Blogeintrag geschrieben, bevor es weitergeht 😉 Vielleicht, wenn ich es schaffe, gibt es nachher oder morgen früh noch einen kurzen Videolog über die letzten 2-3 Tage 😀 Kommt aber auf die Internetverbindung an.

Einmal Unwetter mit allem

Wie versprochen, versuche ich nun regelmäßiger zu schreiben. 😀

Auf meiner Facebookseite, kann man es seit ein paar Monaten sehen, ich arbeite – mit meinem besten Freund Marco – für WetterOnline.de als Wetterreporter. Wir dokumentieren europaweit Wetter, am liebsten natürlich Extremwetter. Der Fokus liegt aber natürlich auf Deutschland. So sind wir oft auf Touren im Blizzard, Orkan, Starkregen, in Gewittern und vielem mehr. Natur ist einfach manchmal unbeschreiblich. Unsere Aufgabe: Wetter und die Zusammenhänge logisch verständlich machen.

So waren wir vom 29. bis 31. auf einer großen Gewittertour.

29.08.2015 – 23Uhr Abfahrt. Unser Ziel: grob im Nordwesten von Deutschland. Also Gepäck und Ausrüstung ins Auto und los ging es. Normalerweise geht es beim „Gewitterjagen“ immer nach folgendem Rhythmus: Tag vorher und am selben Tag – Wettermodelle auswerten und das gefährdete Gebiet festlegen. Dann wird sich in der Nähe des Gebiets positioniert. Und dann heißt es warten, warten, immer wieder Radar checken, warten, warten. In der Zeit nutzt man natürlich oft die „Freizeit“ produktiv für Ideen oder Verbesserungen, oder einem informativen Video für WetterOnline.de. Irgendwann schießen die ersten Quellwolken hoch und es wird spannend. Jetzt wird alle 5 Minuten auf das neue Radarbild gewartet und die Zugrichtung von möglichen Gewittern beobachtet. Sobald ein Gewitter endstanden ist fährt man entweder hin (aktiv) oder stellt sich in die mögliche Zugrichtung (passiv). Je nachdem was man wählt hat man an dem Tag eher Erfolg oder nicht.

Am 30.08.2015 fuhren wir aber schon früh morgens in Holland durch das erste Nachtgewitter 😀 So konnte der Tag also beginnen. Nach dieser ersten Action wollten wir erst mal Frühstücken. Doch das ist Sonntag morgens in Holland nicht so einfach 😀 Also fuhren wir erst mal zurück nach Deutschland und fanden dann auch einen McDonalds um zu frühstücken. Perfekterweise, zog die nächste Zelle quasi direkt vor unserem Halteort vorbei. Also schnell wieder ins Auto und die Zelle abgefangen. So hatten wir morgens schon die ersten Shelfclouds zu sehen.

Aber was ich hier mal loswerden muss: Die Gegend um den Niederrhein ist echt grausam. Hier gibt es kilometerlang nach links und rechts – nichts! Alles flach, aber dann mit Bäumen, Feldern usw. so stark bewirtschaftet das man keine Fernsicht hat… 😀

Nach diesem wunderbaren Morgen wollten wir endlich ein paar Stunden ausruhen. Aufgrund der … a*’##+* Lage am Niederrhein wollten wir noch etwas hoch zum richtigen Rhein 😀 Also suchten wir uns ein schönes Örtchen, wo wir dann auch nach ein wenig auf einem Spielplatz im Schatten einer kleinen Hütte geschlafen haben 😀 – Nein nicht in der Hütte! 😀

Nach dieser wohltuenden Pause gings auf nach Antwerpen (Belgien). Hier hieß es dann ein Hotel finden, das nicht weit weg von der Autobahn war, damit wir bei nahendem Gewitter auch schnell hinterher konnten und nicht erst durch irgendeinen Stau müssen. Nach dem einchecken gings dann in die Altstadt von Antwerpen, ein paar Fotos machen und etwas essen. Doch kaum kam das Essen, mussten wir auch schon weiter. Eine große Zelle zog direkt auf Zeeland (Holland) zu. Also Pizza runterdrücken, ab zum Auto, im Hotel Ausrüstung holen und direkt hoch auf die holländische Halbinsel.

Hier zog die Zelle dann richtig heftig mit Gewittern und wahrscheinlich orkanartigen Böen über uns hinweg. Auch manche Straßen waren überflutet, so dass die Feuerwehr genug zu tun hatte. Bäume mussten Äste einbüßen. Aber ansonsten schien es zum Glück keine großen Schäden gegeben haben.

Nachdem wir unsere Szenen gedreht hatten wollten wir dann erst mal nur noch zurück ins Hotel und schlafen.

Morgens dann, nach dem Aufstehen, war unser Ziel die französische/belgische Grenze 🙂 Dazwischen noch kurz ein Stopp in einem Supermarkt um Frühstück und Mittagessen zu kaufen. Das Frühstück gab´s dann gleich, es war ja auch schon 12 Uhr 😀 Kaum waren wir in der Gegend um Gent ging es auch schon los und wir retteten uns unter eine Brücke. Das war auch eindeutig die beste Entscheidung denn bei dem Regen und den Windböen dazwischen, wäre es nicht ratsam gewesen zwischen Bäumen herumzufahren. Aus dieser Sicherheit heraus konnten wir dann noch ein paar richtig gute Aufnahmen machen. Dann hieß es die Autobahn runterdüsen nach Mons. Auch hier erwischten wir wieder einen ziemlich heftigen Starkregen. Auf einer Autobahnraststätte hielten wir dann an und konnten von einer kleinen Anhöhe die große Zelle und eine kleine am südlichen Ende beobachten. Letztere zog dann auch noch mit ein wenig Regen über uns hinweg.

Nachdem wir die letzten Szenen im Kasten hatten, wurde im Auto dann noch geschnitten und das Mittagessen (es war nun schon 18Uhr rum) gegessen 😀 Dann war´s Zeit für die Heimfahrt.

Es war eine echt extrem spannende Tour durch Westdeutschland, Holland, Belgien und auf dem Heimweg auch Luxemburg mit vielen Eindrücken durch Starkregen, Hagel, Blitze, Sturmböen, Wolkenstrukturen und natürlich der wunderschönen Natur (außer Niederrhein natürlich! :D). Achja und Hasen nicht zu vergessen, davon haben wir auch eine Menge gesehen, auch einen fast fliegenden im Sturm.

Next step achieved!

Lange Zeit ist hier nichts mehr passiert… Aber das hat auch seinen Grund. Ein weiteres Ziel wurde erreicht! Ab sofort bin ich nämlich täglich mit meinem besten Freund und Kollegen zusammen in unserem eigenen Büro!

Hier kann ich viel besser arbeiten, mich konzentrieren usw. Doch nicht genug, zu unserer Arbeit als Wetterreporter bei WetterOnline.de schießt nämlich nun immer weiter mein Projekt in den Vordergrund. Dazu aber die nächste Zeit immer wieder mal mehr davon 😉

Die letzten Wochen waren daher sehr stressig, es ist viel passiert, doch jetzt geht’s weiter! 🙂

Bis bald also!

Medienereignis: Jahrhundert-Springflut in der Bretagne

Nach den beiden Messen, war es mal wieder Zeit für ein bisschen Action! Doch da das Wetter noch ein wenig „ruhig“ ist musste etwas anderes her. Sonnenfinsternis hin und her war ja auch nicht schlecht. Doch für uns war ein anderes Ereignis etwas vielversprechender.

 In einem 18-Jahre Zyklus ist z.B. in der Bretagne in Frankreich, der Gezeitenunterschied ziemlich heftig. Dies liegt unter anderem an der speziellen Konstellation von Sonne, Erde und Mond. Doch dieses Jahr wurde ein „Jahrhundert“-Ereignis angesagt, da die Springflut (sehr schnell und starke Flut) sehr heftig sein sollte. Also spontan Koffer und Kameras gepackt und los!

 Unser Ziel: Die wunderschöne Küstenaltstadt von Saint Malo, direkt an der Atlantikküste. Dieses wunderschöne, kleine Städtchen ist sehr touristisch erschlossen. Gegenteilig zu meinen bisherigen Erfahrungen mit Frankreich, wird hier auch mehr englisch gesprochen. Das macht das Essen bestellen einfacher 😀

 Nach ca. 1100 km kamen wir um ca. Mitternacht an. Schnell haben wir dann auch einen Parkplatz gefunden, bei dem wir mitten im Hafengebiet (dort wo die Action sein sollte) die ganze Zeit gratis parken konnten! Richtig genial! Dann ging es direkt mal eine Runde durch die Altstadt und natürlich auch an die Mauern um von der Gegend einen kurzen Eindruck zu bekommen. Auch im für später, schneller die Drehorte zu finden. Dann hieß es ein paar Stunden Schlafen im Auto. Hotel war in Saint Malo keines mehr zu finden, da das Ereignis durchaus in die Kategorie „Großereignis“ in Frankreich fallen könnte. Alles ausgebucht. Leider fiel mir das Schlafen etwas schwer. Direkt an der Hauptstraße und gegenüber von einem Casino bzw. diverser Bars war es wie eine typische Freitagnacht sehr laut. Auch die Kälte tat ihr übriges 😉

 Um 6.30Uhr dann aber machten wir uns auf den Weg. Warm eingepackt und mit kompletter Ausrüstung ging es los. In der Hoffnung auf ein warmes Frühstück wollten wir noch vor dem Fluthöchststand in die Innenstadt. Doch es war noch alles geschlossen 🙁

Also direkt zum Arbeiten und mitten ins Getümmel. So langsam versammelten sich auch tausende Schaulustige, die das Ereignis von nächster Nähe erleben wollten. Und wenn ich nächster Nähe sage meine ich das auch so: Viele kamen wohl vor allem, um sich von den überschwappenden und brechenden Wellen nass machen zu lassen! Also ich war nicht scharf auf die kalten Fluten, insbesondere nicht ohne wärmendem Heißgetränk nach der kalten Nacht.

 Mit dem Nachlassen der Flut löste sich auch die Menschenmenge langsam auf und verstreute sich in der Stadt. Leider auch in den langsam öffnenden Cafés. So war erst mal ein längerer Spaziergang nötig, bis wir unser Frühstück einnehmen konnten 😀 Dann aber endlich die Erlösung! Frühstück „typisch Französisch“ mit Heißgetränk & Croissant <3

 Nach dieser Stärkung, kurz ans Auto und direkt weiter. Schließlich folgt auf die extrem hohe Flut, die extrem niedrige Ebbe 😀 Und die war wirklich beeindruckend. Gegenüber der Stadtmauer konnte man 2 Inseln sehen, je niedriger das Wasser sank, desto mehr wurden die Inseln miteinander verbunden. Später dann konnte man auf dem kompletten Bereich laufen. Wenn man da unten steht und sich vorstellt, das nur ein paar Stunden vorher genau hier fast 12-14m das Wasser stand… Irgendwie beeindruckend und doch auch ein wenig unsicher 😀 Aber egal, wir nutzen die Ebbe und erkundeten die beiden Inseln auf unsere Art (sprich kreuz und quer über die Klippen, nicht über den Weg :D).

 Nach so vielen verbrannten Kalorien musste dann auch für Nachschub gesorgt werden. Nach ein wenig suchen, fanden wir eine schöne, kleine Crepérie wo wir dann eine Art Vollkorn-Pfannkuchen mit Ei, Schinken, Käse, Tomaten und Salat & einen Schoko Crepé bestellten. Und es war lecker!

 Und direkt ging es dann wieder weiter, denn: Die Flut kam zurück! Und das auch relativ schnell. Wir machten es uns auf einer Klippe gemütlich und beobachteten das Treiben. Highlight war eindeutig der aufkommende Wind, der dafür sorgte das der Dunst endlich verschwand und eine mega Fernsicht erlaubte. Und der Typ der erst spät checkte, das die Flut kommt, und somit mit Turnschuhen durchs schienbeinhohe Wasser hüpfen musste um zurück an Land zu kommen… Tja, Franzosen scheinen einfach die Ruhe weg zu haben 😀 Aber es war wirklich imposant zu beobachten, wie die Flut, wieder Meter um Meter das Land zurückholte. „Hügel im Wasser“ wurden wieder zu kleinen Inseln vor der Küste. Menschen eilten wieder zurück auf die Stadtmauern und beobachteten die Springflut. Auch diesmal wollten wieder zigtausende Menschen das Schauspiel erleben. Teilweise gab es kaum noch ein Durchkommen. Wer schon mal auf einem Konzert ganz vorne war und aufs Klos musste kennt das… Man ist einquetscht von Menschen 😀

 Nachdem wir dann unsere letzten Szenen im Kasten hatten wollten wir aufbrechen. Doch da tausende Menschen den selben Wunsch hatten, und die französischen Polizeibeamten wohl vor lauter Evakuierungsplänen (die zum Glück nicht benötigt wurden) die Verkehrsregelung vergaßen, kam selbiger zum Erliegen. Also entschieden wir uns für das Abendessen im Ort, zu Fuß, um etwas Zeit verstreichen zu lassen. Nach eineinhalb Stunden war das Chaos dann auch wirklich beseitigt! 🙂 

Also verabschiedeten wir uns vom schönen Saint Malo und fuhren los in Richtung Rennes. In der Hoffnung noch ein Hotel zu finden. Leider gab es beim ersten Hotel, das wir fanden kein Zimmer mehr… Da es relativ spät war und wir nach fast keinem Schlaf im kalten Auto und ca. 32.000 Schritten keinen Nerv mehr hatten zu suchen, entschieden wir uns für einen Power-Nap auf einem Parkplatz und holten kurz ein wenig Schlaf nach um schneller zu Hause zu sein.

 Da wir auf dem Hinweg leider vor lauter Dunst den Eifelturm nicht sehen konnten, musste ein kurzer Stop in Paris natürlich sein. Also standen wir Sonntags, 7.30Uhr unterm Eifelturm… und ich muss sagen, so macht es Spaß… Ohne tausende von Touristen 😀 Für ein Foto war nicht mal eine Langzeitbelichtung nötig um die Menschenmassen verschwinden zu lassen… es waren keine da! 😀

 Dann ging es auf schnellstem Weg heim. Nur eine richtige Pause wurde gemacht um schnell das letzte Video der (live)-Berichterstattung für WetterOnline.de zu schneiden.

 Das wars! Freue mich schon auf die nächste Tour! 😉

 Fotos findet ihr auf meiner Facebookseite: www.facebook.com/stevengarciaDE

Die Videoberichterstattung auf www.wetteronline.de

In 8h quer durch die Welt?

Frisch zurück aus Berlin <3 Ich habe es glaube ich schon ein paar mal erwähnt, aber ich liebe diese Stadt so sehr. Wenn es eine Stadt in Deutschland gibt, in der ich mich wohl fühlen könnte, dann dort!

 Warum war ich überhaupt da? Ganz einfach 😉 In Berlin war von Donnerstag bis Sonntag die ITB (Internationale Tourismus Börse). Sprich lauter Vertreter aus den verschiedensten Ländern und Nationen der Welt. Selbst unsere Bundesländer waren mit großen Ständen dabei. Mein Ziel war es hier Kontakte zu sammeln und viele spannende Vorträge über Marketing und Social Media zu lauschen. Insbesondere die Case Studies von Thomas Cook und Neckermann Reisen waren richtig interessant.

 Es war echt genial einfach mal alle möglichen Länder quasi zum Greifen hier zu haben 😀 … So war es mir möglich in nur 8 Stunden einmal quer über unseren Planeten zu Reisen. Wann kann man schon mal so reisen? Manche Länder haben sich auch richtig viel Mühe für die Stände gegeben. Meine Favoriten waren ganz klar Thailand, Ägypten, Malaysia und Mauritius 😉

 Da ich das Meiste bereits an einem Tag durch hatte, habe ich die restlichen zwei Tage für Arbeiten an meinem neuen Projekt und natürlich zum Nacharbeiten der Informationen genutzt. Und ich bin natürlich kräftig U-&S-Bahn gefahren 😉 Mich beeindruckt immer dieser Mix aus Neuheit und Verfall. Auf der einen Seite trifft man auf neue Bauten auf technisch hohem Niveau, auf der anderen Seite auf verlassene Gebäude, die sich die Natur Stück für Stück wieder zurückholt. Ich muss hier auf jeden Fall mal ein paar Lost-Places ergründen!

 Das tollste Erlebnis war aber, das ich´s endlich geschafft habe das Dong Xuan Center zu besuchen. Dieses liegt im östlichen Teil Berlins, genauer in Lichtenberg (glaube ich). Es ist ein großes Fabrikareal in einem von verstärkt vietnamesischen Wohngebiet. Und so ist auch das Angebot dort. In dem Areal wird quasi alles angeboten, das es in Asien auch zu finden gibt. Von Großhandelsmengen an Textilien, über Elektronik, Souvenirs, Fisch, Obst bis hin zu exotischen Knabbereien. Ich wurde aber vor allem von einem Obststand angezogen. Einen halben Orgasmus aber überkam mich nachdem ich eine meiner absoluten Lieblingsfrüchte fand: Die Guave. Ich kenne diese Frucht bereits seit meiner Kindheit. Da meine Mutter aus Mauritius kommt, und diese Frucht auch dort (wenn auch eine etwas andere Sorte) heimisch ist. Sprich jedes Mal wenn wir dort waren, oder meine Oma uns besuchen kam, gab es sie 🙂 … Das letzte Mal, als ich sie im Übermaß genossen habe, war in Thailand. Ihr könnt euch also vorstellen wie sehr diese Entdeckung meine Sehnsucht nach Ferne wieder verstärkt hat.

 Fazit meines Berlin-Aufenthalts: 6 mega leckere Guaven, 100%ig wie ich sie fast täglich in Thailand hatte. Alles andere, das ich dort gekauft habe ist Nebensache 😛

 Übrigens: Nächste Woche gibt’s bereits ein neues Ziel – Leipzig! Es geht zur Leipziger Buchmesse! 😉

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